Republic Commando 03 - True Colors by Karen Traviss

Republic Commando 03 - True Colors by Karen Traviss

Author:Karen Traviss [Traviss, Karen]
Language: deu
Format: epub


Tropix Island Resort, Dorumaa, Cularin-System, 478 Tage nach Geonosis

Tropix war ein künstliches Paradies, das über alle Einrichtungen verfügte, die sich ein sonnenanbetender Gast nur wünschen konnte, und so ziemlich das Gegenteil dessen, was sich Skirata unter Glück vorstellte.

Überall grelle Farben, Lärm und Hitze. Von Hikil importierte Lularibäume klimperten wie Windspiele in der Brise, und ihr berauschender Geruch war penetrant genug, um ihm Kopfschmerzen zu bereiten. Mird schoss vor Vau den mit Muscheln bedeckten Strand entlang, wedelte mit dem Schwanz und quietschte vor Aufregung über all die neuen Gerüche.

Es war in der Hinsicht ein Planet der Separatisten, dass das Cularin-System den Seps die Treue hielt. Skirata wähnte sich jedoch überall in Feindesgebiet, unabhängig davon, ob es auf den Karten rot, blau oder gelb eingezeichnet war, und das klischeehafte Idyll schmälerte seine Wachsamkeit keineswegs.

„Nobel, nobel", meinte er nur. Wesen unterschiedlichster Spezies faulenzten auf einem weißen Strand, an dem sich türkisfarbene Wellen brachen, so intensiv blau, dass sie gefärbt wirkten. Twi'lek-Kellnerinnen, deren Hautfarbe dem Meer glich, schwirrten mit Getränketabletts zwischen den Urlaubern herum, und Droiden, die es irgendwie schafften, keine Spuren zu hinterlassen, surrten umher und harkten den Sand glatt. „Stell dir vor, du würdest hier zwei Wochen festsitzen. Was dann, Mer'ika?"

Mereel zuckte mit den Schultern. Ohne Rüstung und mit einem einfachen weißen Hemd und beigefarbenen Hosen bekleidet, sah er auf einmal so normal aus - so zivil -, und Skirata dachte an die ganzen alltäglichen Dinge, die ihm verwehrt blieben.

„Ich würde schon was finden, um mich zu beschäftigen", antwortete Mereel. „Wisst ihr beiden eigentlich, wie sehr ihr nach Glitzerstim-Dealern ausseht?"

Vau blickte über die Schulter zurück. In seinem Holster leuchtete ein edler, perlmuttverzierter Blaster. „Ich halte mich an den Lässig-aber-bedrohlich-Look. Bin froh, den noch hinzukriegen ... "

„Das ist der Arakyd-Spezial, Walon. Sagt mehr über dich aus, als es Credits jemals könnten." Der Gangster-Look wirkte hier weniger auffällig als mandalorianische Rüstungen. Die Idee bestand darin, wie Sportfischer auszusehen, damit die Tauchgänge mit der Aay'han kein unerwünschtes Interesse auf sich zogen. „Sieht ziemlich teuer aus."

„Ein weiteres Kleinod aus dem Vau-Schließfach. Es heißt, mein Urgroßvater habe damit einen Diener erschossen, weil er den Caf zu heiß serviert hatte."

Fast wäre Skirata darauf hereingefallen. „Das sagst du nur, um mich zu ärgern, oder?"

Vaus Gesicht blieb ausdruckslos. „Du weißt, so etwas würde ich niemals tun."

Mereel legte seine Hand beschwichtigend auf Skiratas Schulter, als er an ihm vorbeiging. Das Schlimme an Vau und seiner Familie war, dass so etwas durchaus im Bereich des Möglichen lag. Skirata versuchte, stattdessen an den unerklärlich großzügigen Vau zu denken, den Mann, der ihm für den unumwunden sentimentalen und selbstlosen Zweck, Klone zu retten, Millionen geschenkt hatte, und nicht an den sadistischen Zuchtmeister, der beinahe Atin umgebracht hätte, um ihn zu stählen.

„Udesii", murmelte Mereel. „Ganz ruhig, Kal'buir..."

Skirata riss sich zusammen. Er holte tief Luft, stiefelte in die Eingangshalle des riesigen Hotelkomplexes und konzentrierte sieh darauf, wie ein Glitzerstim-Baron auf Urlaub zu wirken. Er war ein unscheinbarer, kurzgewachsener, grauhaariger Mann mittleren Alters. In den richtigen Klamotten konnte er als Vagabund durchgehen oder durch einen entsprechend federnden Gang einen Saal verstummen lassen.



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